Einstieg

Klaus Holzkamp (1927-1995)

In dieser Website geht es um ein Buch, um das Werk »Grundlegung der Psychologie« von Klaus Holzkamp [1] — im Folgenden mit »GdP« abgekürzt. Die GdP ist ein wahrlich grundlegendes Werk. Generationen von Studierenden und anderen Interessierten haben sich mit dem Text abgemüht. Die Worte von Klaus Holzkamp in der Einleitung, es mache nicht nur Mühe, den Text zur Kenntnis zu nehmen, es habe auch Mühe gemacht, ihn zu schreiben, sind wenig tröstlich, wenn man gerade »drin steckt« und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann.

Dem will dieses Projekt ein wenig abhelfen. Die wöchentlich erscheinenden Artikel wollen eine Lesehilfe bieten, wollen einen Überblick verschaffen und Zusammenhänge herstellen, die auch mir selbst allzuoft mitten im Text verloren gegangen sind.

Die Freiheit, eine Lesehilfe zu schreiben, nehme ich mir heraus. Einfach so. Ich habe nie Psychologie studiert, und ich behaupte, dass das auch nicht unbedingt nötig ist. Jede und jeder kann die GdP verstehen, denn sie handelt von »mir«, oder genauer — um gleich einen wichtigen Terminus zu verwenden — von »je mir«. Dennoch ist sie »schwere Kost« und als Gute-Nacht-Lektüre gänzlich ungeeignet.

In zahlreichen Seminaren und Workshops zur GdP — als Teilnehmer oder Referent — habe ich mir den Text erschlossen und anderen bei der Erschließung geholfen. Meine Stärke mag vielleicht sein, dass ich es »nicht so genau nehme«. Ich versuche möglichst die der GdP eigene Sprache zu vermeiden oder wo ich sie doch verwende, immer auch eine eher alltagssprachliche Reformulierung mitzuliefern. Denn das ist meiner Erfahrung nach eines der schwierigen Probleme vielleicht jeder Wissenschaft: Den Inhalt nicht nur »in« der je eigenen Wissenschaftssprache reproduzieren zu können. Eine solche bloß immanent-sprachliche Wiedergabe erzeugt Hermetik und schafft kein wirkliches Verständnis. Es ist sinnlos, bloß den »Jargon« zu pflegen.

Das Verlassen der besonderen Wissenschaftssprache birgt jedoch auch Nachteile. Nicht ohne Grund hat die Kritische Psychologie ihre Kategorien so entwickelt wie sie heute vorliegen. Die Kategorialanalyse, also die Erarbeitung von dem Gegenstand angemessenen analytischen Begriffen, ist zentrales Anliegen der »Grundlegung«. Die entwickelten Begriffe stehen also für etwas, für einen spezifischen Inhalt. Gleichwohl ist der Inhalt das wichtigere, nicht der »Terminus«, der ihn trägt. Allerdings »kondensieren« die Begriffe die Bedeutung, die sie sind. Wer sie kennt, kürzt ab.

Um die begriffliche Orientierung und Wiedererinnerung zu erleichtern, habe ich ein Glossar [2] erstellt. Ich werde dieses Glossar erst nach und nach im Zuge des fortschreitenden Schreibens der Artikel zur GdP-Einführung mit Stichworten anreichern. Die Stichworte befinden sind unter den Artikeln. Von dort aus sind zwei Sprünge möglich: Entweder ins Glossar, wo das Stichwort kurz erklärt wird, zu allen Artikeln, in denen das Stichwort vorkommt.

Die Lesehilfe soll vorrangig dazu dienen, die GdP zu erschließen. Daher werde ich die Inhalte in der Regel in der vorliegenden Argumentation darstellen. Kritik an der GdP (meinerseits oder durch andere) weise ich gesondert aus. Mindestens ein Artikel wird sich diesem Thema gesondert widmen — zumindest plane ich es derzeit so.

Noch ein Wort zur Sprache: Holzkamp verwendet in der GdP das generische Maskulinum [3]. d.h. es werden durchgehend männliche Personenbezeichnungen verwendet, die auch weibliche Personen mitmeinen. Diese Schreibweise behalte ich in der Einführung bei.

Organisatorisches

Alle Artikel können kommentiert werden. Besonders willkommen sind Korrekturen und Fragen nach unklaren Punkten in der Darstellung. Ich nehme mir allerdings die Freiheit, in den Antworten entweder auf Zukünftiges (»Kommt noch…«) oder bereits Geschriebenes (»Lies hier…«) zu verweisen. Rassistische, sexistische, homophobe und generell pöbelnde Kommentare werden gelöscht. Auch Spam und Werbung für Eso- oder Psycho-Mist bleiben hier nicht stehen.

Wer das Erscheinen der Artikel mitverfolgen möchte, dem empfehle ich den RSS-Feed des Blogs [4] zu abonnieren. Mehr zum Thema RSS-Feeds und -Reader findet ihr im Keimform-Blog [5].

Warum habe ich kein Wiki verwendet? Weil mir eine Website nach Art eines Blogs für Kommentare/Diskussionen besser geeignet erscheint und ich in der Regel nicht vorhabe, einmal geschriebene Texte kontinierlich zu überarbeiten bis sie »gut« sind. Wer also Texte aus dieser Website nutzen will, kann dies gerne [6] tun, sollte sich aber des vorläufigen Charakters der Texte bewusst sein.

Die in den Artikeln verwendeten Grafiken sind Reproduktionen von Plakaten, die ich in GdP-Seminaren als Referent verwendet habe. Sie dienen der Illustration des im Text beschriebenen Inhalts. In der rechten Spalte befindet sich eine »Kapitel-Leiste«. Sie dient der schnellen Orientierung, in welchem GdP-Unterkapitel sich der jeweilige Artikel gerade inhaltlich bewegt. Lies dazu auch die Erklärungen zur Kapitel-Leiste [7].

Zitate in den Artikeln und entsprechende Seitenangaben stammen, sofern nicht extra ausgewiesen, aus der Studienausgabe der »Grundlegung der Psychologie« von 1985. Die Unterschiede zur gebundenen Erstausgabe von 1983 sind allerdings gering.

Für einen Überblick über die Inhalte empfiehlt es sich, zunächst einmal einen Bick in die Gliederung [8] zu werfen.


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URLs in diesem Beitrag:

[1] Klaus Holzkamp: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Holzkamp

[2] Glossar: http://grundlegung.de/meta/glossar

[3] generische Maskulinum: http://de.wikipedia.org/wiki/Generisches_Maskulinum

[4] RSS-Feed des Blogs: http://grundlegung.de/feed

[5] Keimform-Blog: http://www.keimform.de/keimform-de-mit-rss-nutzen/

[6] gerne: http://grundlegung.de/meta/impressum/

[7] Erklärungen zur Kapitel-Leiste: http://grundlegung.de/meta/kapitelleiste

[8] Gliederung: http://grundlegung.de/meta/gliederung/